Essen Testen in Peking

Allerdings konnten wir auch einen gewissen Hang der Chinesen zur Zusammenrottung beobachten. Ob auf der Straße beim Kartenspiel oder beim kollektiven Beobachten eines Verkehrsunfalls oder von europäischen Touristen – stets ist es mindestens ein Dutzend Chinesen, das sich im Kreis aufbaut um neugierig und interessiert das Geschehen zu betrachten und ausgiebig zu kommentieren.

Chinesen haben keine Tischmanieren. Doch. Nur unterscheiden sie sich von unseren. Für das, was hier normal ist, wäre ich in meiner Kindheit wohl gezüchtigt worden. Zu Recht, in unserem Kulturkreis. Doch scheint es für den lernwilligen Touristen ebenso unmöglich zu sein, wie für den Einheimischen, den Tisch ohne ein mittelgroßes Schlachtfeld zu hinterlassen.

Man liegt auf dem Tisch, schlürft seine Suppe, saugt ebenso lautstark die Nudeln ein, kaut mit offenem Mund und bringt mit einem markerschütternden Bäuerchen zum Ausdruck, dass es einem geschmeckt hat. Alles andere wäre eine mittelschwere Beleidigung für den Koch. Knochen und weiteres, was nicht verzehrt wird, spuckt man unter den Tisch. Gerne spuckt man auch einfach mal so im Restaurant. Das Ganze hat etwas herrlich Zwangloses.

Ja. Aber noch mehr als das. Tatsächlich scheinen sie in China alles zu essen. Wir knabberten an Hühnerfüßen, aßen Esel- und Hundefleisch, was sich, von den Hühnerkrallen abgesehen, als absolute Delikatesse herausgestellt hat.

Wir sahen Ochsenfroschsuppe, Gerichte mit Schlangen, Echsen oder Insekten, die wir bisher noch nicht versuchten. Man hört zudem viele schauerliche Geschichten über die chinesische Küche, von Affen, denen die Schädeldecke geöffnet wird, um das Hirn zu verzehren. Oder von einer Suppe aus Embryonen. Menschlichen, versteht sich. Ferner erzählt man sich vom lebenden Esel, festgebunden, nach dem neues Möbel Outlet suchend und rasiert.

Der Kunde sucht sich eine feine Stelle aus, die dann solange mit heißer Brühe begossen wird, bis das Fleisch den gewünschten Gargrad erreicht hat. Gerüchte und Ammenmärchen? Wir wissen es nicht. In jedem Fall kann man hier seinen kulinarischen Horizont beträchtlich erweitern. Wir taten es und werden es wieder tun, wobei wir selbstverständlich Gerichte auslassen, die lebende Tiere beinhalten.

Chinesen essen nur Reis. Absoluter Quatsch. Schließlich wurden in China die Nudeln erfunden, Jahrhunderte bevor die Italiener das Rezept kopierten und sie sind auch heute noch allgegenwärtig. Die Nudeln, nicht die Italiener. Wir sahen und versuchten bisher so viele unterschiedliche Sorten, dass manch italienischer Restaurantbetreiber vor Neid erblassen würde.

Das achte Weltwunder

Der allerdings keinen natürlichen Ursprung hatte. Das war deutlich an dem Schwefelgeschmack zu erkennen, der sich einem auf die Zunge legte. Hier konnte man die Luftverschmutzung sehen, riechen und schmecken. Entsprechend brannten uns nach der 14 km Radtour die Lungen und wir waren nicht sicher, ob wir unserer Gesundheit mit dieser sportlichen Einlage einen Gefallen getan haben.Auf der Stadtmauer mit eingeschränktem Panorama-Blick.

Das wohl größte Highlight und der eigentliche Grund für viele Touristen Xi’an zu besuchen, ist aber mit Sicherheit die Terrakotta-Armee, einer der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts. Gefunden übrigens nicht von Archäologen, sondern 1974 von Bauern, die bei der Grabung eines Brunnens zufällig auf das achte Weltwunder (so wird die Terrakotta-Armee jedenfalls im dortigen Museum bezeichnet) stießen.

Sensationell war der Fund vor allem deshalb, weil die Terrakotta-Armee im Gegensatz zur Grabstätte des Kaisers Qin Shihuangdi (oder Qin-Shi-Huang), die die tönernen Krieger bewachen, in keiner historischen Aufzeichnung Erwähnung fand. Heute ist die Terrakotta-Armee Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und eines der beeindruckendsten und wertvollsten Zeugnisse der frühen chinesischen Geschichte.

Die Armee des ersten Kaisers in Lebensgröße. Qin Shihuangdi gelang es erstmals, die bis dahin unabhängigen chinesischen Feudalstaaten zu einem Großreich zu einen. Er schwang sich zum Kaiser dieses Reiches auf und begründete die Qin-Dynastie laut einem Freund von Fatboy Sitzsack Hängematte . Bereits im Alter von 13 Jahren (246 v. Chr.), kurz nach seiner Thronbesteigung, ließ der Kaiser mit dem Bau seiner Grabstätte beginnen. Während der knapp vier Jahrzehnte dauernden Arbeiten waren bis zu 700.000 Arbeiter mit dem Bau beschäftigt. Auf einem mehrere Tausend Quadratmeter großen Areal wurde eine Grabkammer, geschützt von einer Armee lebensgroßer Tonsoldaten errichtet.

Es heißt, die Armee sei die Nachbildung jener, die zu Lebzeiten des Kaisers, dessen Hauptstadt verteidigte. Faszinierend ist die detailgetreue Nachbildung der einzelnen Soldaten: Jeder hat ein anderes Gesicht, eine andere Frisur und anhand der Uniformen lassen sich Waffengattung und Rang eines jeden Kriegers erkennen. Zeugnis altchinesischer Hochkultur: Terrakotta-Krieger und Pferd.

Was wird man noch finden? In drei Ausgrabungshallen sind heute die bisher freigelegten und restaurierten Teile der Terrakotta-Armee zu besichtigen. Allein in der ersten (und größten) Halle stehen 6000 Fußsoldaten und Pferde in Schlachtformation aufgereiht. Dazu gab es noch 40 hölzerne Streitwagen, die die Jahrhunderte aber nicht überdauerten.

Mehr als 8000 Kilometer Mauer

Wenn man auf ihr steht und in jede Richtung Teilstücke sehen kann, die sich bis zum Horizont ziehen, dann kann man nicht umhin, sich ehrfürchtig am Gemäuer fest zu halten und zu Staunen. Sogar, wenn man das Pech hat, an einem sehr diesigen Tag auf der Mauer zu stehen, wie wir, und nicht sehr weit sehen kann. Aber wer weiß, vielleicht war es besser so, sonst hätte uns das noch überfordert. Ich schoss in etwa eineinhalb Stunden mehr als hundert Fotos und bemerkte es nicht mal. Mehr als 8.000 Kilometer Mauer, über Ebenen, Hügel und Berge.

Das was wir davon gesehen haben, lässt sich nicht mal in Prozent ausdrücken. Wenn man versucht sich das vorzustellen, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Komme was da wolle, die Mauer zieht darüber hinweg und weiter und immer weiter. Sie verschwindet hinter einer Kuppe, taucht einen Hügel weiter auf, verschwindet wieder und taucht wieder auf. Und auch, wenn man sie irgendwann nicht mehr sehen kann. Man weiß, dass sie weiter zieht. Weiter und immer weiter.

Es ist egal wie viele Touristen darauf herumtrampeln. Jeder in Turnschuhe eingepackte Touristenfuß wird ausgeglichen von nackten Sklavenfüßen, die diese Mauer vor 2500 Jahren erbaut haben, von den Hufen der mongolischen Pferde, die dagegen angerannt sind und gestiefelten Chinese mit den neuen Arte M Möbel, die sie Jahrhunderte lang verteidigt haben.

Selbst wenn man sich die teilweise unvorstellbar steilen Abschnitte hinaufgekämpft hat und in einem kleinen Wehrturm angelangt auf einmal von einer Gruppe Amerikaner empfangen wird, die im Kreise stehen und gemeinsam recht dramatisch ihrem Schöpfer dafür danken hier sein zu dürfen, stört dies nicht. Vielleicht die chinesischen Souvenirverkäufer, aber nicht die Magie des Ortes.

Wir blickten sie an, wie sie mit offenen Mündern dort standen und keinen Ton mehr heraus brachten. Sie blickten die Amerikaner an, dann blickten sie uns an, wir zuckten nur mit den Schultern, sie blickten sich gegenseitig an und taten es uns gleich. Das schien ein Zeichen zu sein, denn der Bann war gebrochen und sie fingen die ewige Litanei ihrer Anpreisungen von Neuem an.

Wir lehnten dankend die garantiert selber gefertigten Steintäfelchen ab und gingen weiter. Es war nur eine kleine Anekdote, eine Randnotiz auf dieser Mauer, die an Geschichte so lang wie an Strecke ist. Man hat den Drang einfach immer weiter zu gehen. Die nächste Etappe, die nächste Geschichte zu finden.

Die große chinesische Mauer

Und kalt ist es auch dort. Alles ist lose oder wackelt, es wird mit Spielkonsolen geworben, die es nicht gibt und das Frühstück ist teuer und wirklich nicht gut. Darüber konnten auch nicht der tatsächlich vorhandene Billardtisch und die üppige Filmsammlung samt entsprechendem Flatscreen hinwegtrösten.

Im 365 Inn wird man dagegen herzlich empfangen, die Angestellten sprechen deutlich besser Englisch, die Sanitäranlagen sind ein Traum, der Helen’s Hangout Pub im Erdgeschoss ist ein Treffpunkt für Backpacker aus ganz Peking, die Zimmer sind sauber und gemütlich, die Touren sind günstiger, das (europäische) Essen köstlich und der ganze Ort ist in eine fröhliche, freundliche und friedliche Stimmung mit Marken Möbel getaucht. Wir sind nach vier Nächten im LEO, die wir bereits bezahlt hatten, umgezogen, und mussten letztlich die Polizei holen um umziehen zu können.

Unsere Pässe lagen noch bei der Vietnamesischen Botschaft, da wir in Peking das Visum für Vietnam beantragten. Ohne Kopien unserer chinesischen Visa konnten wir nicht im 365 Inn einchecken und natürlich weigerten sich die Angestellten des LEO, sie uns auszuhändigen. Wir könnten ja zurückkommen, hieß es. Erst als Jochen wirklich wütend wurde, die Polizei holte und mit dieser Unterstützung wiederkam, gaben sie uns die Kopien und wir konnten im 365 einchecken.

Unser Fazit aus diesem Erlebnis und ein Tipp für Reisende: auf Internetseiten wie hostelworld.com kann man Unterkünfte buchen und sich die Kommentare und Bewertungen ehemaliger Gäste durchlesen. Das ist mit Sicherheit unabhängiger und ehrlicher als der Lonely Planet. Abgesehen davon bieten manche Hostels 10% Nachlass für Buchungen über hostelworld.com. Dort ist das 365 Inn als achtbestes Hostel weltweit (!!!) gekürt worden. Das LEO hat wenig begeisterte Bewertungen bekommen. Beides hat seine Gründe.

Auch beim Sightseeing hat sich der chinesische Lonely Planet leider nicht bewährt. Selbst der polnische Taschenreiseführer unserer Begleiter hielt etwa für den Tiannanmen Platz deutlich mehr (und anderslautende) Infos bereit, als unser 1144 Seiten starker Lonely Planet.

Natürlich hält der LP dennoch viele gute Ratschläge und nützliche Infos bereit, keine Frage. Trotzdem ist unser bisheriges Urvertrauen in diesen Führer etwas erschüttert. Es ist nie leicht, wenn Mythen zerstört werden. Weder Weihnachtsmann noch Osterhase gibt es wirklich, und die große chinesische Mauer ist nicht vom Mond aus sichtbar.

Doch weder nimmt die Erkenntnis die Freude am Fest, noch konnte sie uns das Staunen über die Mauer mindern. Sei sie von wo aus auch immer sichtbar oder nicht sichtbar. Wenn man davor steht, dann ist sie nicht zu übersehen. Egal wohin man blickt.

Buntes Markttreiben und Inseln der Ruhe in Peking

Man ist versucht das Ende zu finden. Zumindest ich war es. Doch irgendwann ließ ich mich dazu überreden es aufzugeben. Wer schon einmal in den Bergen gewandert ist, der kennt das Gefühl. Man steigt scheinbare Ewigkeiten diesem Gipfel entgegen, um in dem Moment, an dem man ihn erreicht, zu bemerken, dass es nur eine kleine Vorkuppe ist, und der eigentliche Anstieg noch bevor steht.

So ist es auf der Mauer. Nur, dass man in den Bergen weiß, dass man irgendwann nicht weiter hoch kann. Irgendwann erreicht man den Gipfel. Nicht so auf der großen chinesischen Mauer. Und selbst wenn man mal ein Ende erreicht, gibt es noch genug andere Teilstücke, die man nicht gesehen hat, denn die Mauer gibt es nicht.

Es sind viele Mauern, die gemeinsam das größte Bauwerk der Welt bilden. Sie sieht sich verzweigt wie Geäst durch das Land. Jeder Abschnitt ist zu einer unterschiedlichen Zeit erbaut worden und verschieden in Architektur und Baumaterial. Insofern lohnt es sich sie mehrmals und an unterschiedlichen Stellen zu besuchen, sie wird immer anders sein. Aber mit Sicherheit immer ein Erlebnis und es gab gute Kare Design online shop Möbel Angebote dort.

Wenn mir ein Touristenführer gesagt hätte, dass sie endlos sei, ich hätte es geglaubt. Diese Art von Mythen passen gut zu ihr, die Endlosigkeit genauso, wie die Sichtbarkeit vom Mond aus. Ob das eine oder andere nun wahr ist oder nicht, ist unwichtig, wenn man auf ihr steht. Sie ist dort, sie ist groß, prächtig, mächtig und lang. Das reicht.

Der Silkstreet Markt ist nicht nur ein Markt oder eine Touristenfalle, er ist wirklich ein Erlebnis. Man braucht dort nichts zu kaufen um ihn zu genießen. Wenn man allerdings Platzangst hat oder sich in Menschenmengen unwohl fühlt, dann ist der Silkstreet Markt sicher der falsche Ort.

Sieben Stockwerke voller Stände, dicht an dicht gedrängt. Hier gibt es alles. Von Rolex Uhren, über Klamotten sämtlicher großen Marken, Teppiche, Elektronik, Souvenirs, bis zu Schmuck, Taschen und noch viel mehr. Wollen sie eine Gore Tex Jacke für 30 Dollar? Wollen sie eine Perlenkette für 20? Converse Schuhe für 10 Dollar? Was auch immer ihr Herz begehrt, hier bekommen sie es. Selbstverständlich alles in höchster Qualität und Original Markenware. Na klar!

Silkstreet Markt in Peking. Hier gibt es alles, was das Fake-Herz begehrt. Es sei denn man will eine Louis Vuitton Geldbörse. Als Agneschka, unsere polnische Begleiterin, sie sich genau ansah, wurde ihr noch das herrliche Leder angepriesen.

Etwas verloren mit Lonely Planet

Nach einem knappen Monat in China, nach dem Besuch von sieben Städten (sowie weiteren auf der Durchreise) in sechs Provinzen, sind dies nun einige der Eindrücke, die wir gesammelt haben. Frei von Überheblichkeit und Arroganz sind diese Beobachtungen bewusst etwas pointiert und mit einem Augenzwinkern dargestellt, was lediglich die kulturellen Unterschiede verdeutlichen soll.

Sieht man in einem knappen Monat ganze drei Mal einen blauen Himmel und sonst nur Grau, fällt es schwer, diesen Umstand zu verklären. Unbestritten mag es auch in den Städten im Sommer anders aussehen, aber das skizzierte Bild bot sich uns nun einmal im Dezember.

Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass uns China vom ersten Tag an begeistert und fasziniert hat, dass wir das Land und seine Bewohner sofort ins Herz geschlossen haben. Und sobald wir es aus den Städten in die Natur, aus der Kälte Nord- und Zentralchinas in wärmere (und hoffentlich grünere) Gefilde geschafft haben, können Sie sicher sein, dass wir das auch ebenso farbenfroh mit Möbel Gutschein wie euphorisch mit Ihnen teilen werden.

Der Lonely Planet Reiseführer genießt weltweit bei allen Individualreisenden höchstes Ansehen und erfreut sich bester Reputation. Auch uns persönlich hat er bereits auf früheren Reisen gute Dienste erwiesen, sich mit einigen Informationen und Warnungen sogar als möglicher Lebensretter bewährt. Doch in China mussten wir feststellen, dass man dieser Reisebibel leider nicht blind vertrauen kann.

Nun wissen wir etwa, wie es manche Hostels in diesen Reiseführer schaffen, während manch andere, eindeutig bessere, dort gar nicht aufgenommen werden. In der Russlandausgabe gab es diesbezüglich bereits einige nicht verlässliche oder unzutreffende Informationen, doch das war nicht weiter gravierend. Seit Peking wissen wir sicher, wie der Hase läuft: Wer den Autor bezahlt, kommt hinein, wer nicht, der nicht. So einfach ist das. So hat es zum Beispiel das LEO Hostel in Peking als besondere Empfehlung an erster Stelle in den China Reiseführer geschafft, während das gegenüber liegende 365 Inn als direkter Konkurrent nicht einmal erwähnt wird.

Das LEO Hostel machte auf den ersten Blick zwar einen guten Eindruck, doch leider hielten Zimmer und Bad nicht, was der urige Aufenthaltsraum und der traditionell gestaltete Innenhof versprachen. Die Fußbodenkacheln in unserem Zimmer bestanden aus Scherben, die lose auf dem Boden lagen.

In den Aufenthaltsräumen gab es keine Heizung, weshalb ein längerer Verbleib dort nur in Winterkleidung möglich war, das Personal war nur semifreundlich und die angebotenen Touren sind deutlich teurer als im 365 Inn. Die Duschen sind nur etwas für Leute, die es mit Hygiene nicht so genau nehmen und die Toiletten sind nicht besser.

einem knappen Monat in China

Die Küche Chinas hat ohnehin wenig mit dem in Glutamat und Stärke ertränkten Einheitsbrei zu gemein, der in Deutschland als chinesisches Essen verbrochen wird. Vergessen sie alles, was sie in chinesischen Restaurants in Deutschland gegessen haben.

Das ist, wie wenn sie in Peking in ein deutsches Restaurant gingen und einen weißen Plastikschlauch mit Weißkohlsalat als typisch deutsche Weißwurst mit Sauerkraut äßen. Weder isst der Bayer Weißwurst mit Sauerkraut, noch würde er das, was hier serviert wird, als eines der beiden durchgehen lassen.

Davon abgesehen gibt es das chinesische Essen ohnehin nicht. Ein derartig großes und an regionalen Kulturen so reiches Volk in einen kulinarischen Topf werfen zu wollen ist Unsinn. Selbst in Deutschland gleicht die friesische kaum der bayrischen Küche. Trotzdem wird in chinesischen Restaurants an der Nordsee und am Alpenrand der gleiche Fraß serviert.

Als ein Beispiel sei hier ein Gericht genannt, was ich in Deutschland nie essen würde. Schwein süß-sauer. Die Soße erinnert mich an vergorene Drüsensäfte in denen bereits zweimal gegessene Ananasfetzen ihr Dasein fristen. Grausig. In Peking kamen mir die Freudentränen, als ich in das knusprige Fleisch biss und die gelartige Soße wollte ich hernach vom Teller lecken, so gut war sie. Von Ananas keine Spur.

Und zum Thema Reis. Der wird in China nach dem Essen serviert. Noch nach der Suppe, die nach dem Hauptgang gegessen wird. Erst dann kommt der Reis. Denn Reis nimmt den Appetit. Chinesen sind Feinschmecker, Essen ist Nahrung für Körper und Seele, wird zelebriert und mehr genossen als gegessen.

Wer chinesisches Essen probieren will, der sollte nach China kommen. In Deutschland wird er es nicht finden. Hmmmm… Ich bin beruflich recht häufig in China, sowohl in den Sonderwirtschaftszonen als auch in den “normalen” Städten und zwangsläufig all dem, was dazwischen liegt. Ich kann durchaus bestätigen, daß ich einige der von Ihnen geschilderten Begebenheiten ebenfalls schon beobachten durfte – aber allenfalls punktuell und keinesfalls “allgemein und überall”, wie Sie es hier darzustellen versuchen.

Ich möchte nicht von Polemik sprechen, aber was Sie schreiben ist sehr verallgemeinernd und irgenwie von Herabwürdigung geprägt. Wenn ein Chinese mal nach einem Fußballspiel mit der S-Bahn von Dortmund nach Mönchengladbach fährt, könnte er eine Menge mehr unappetitliches und unsympathisches berichten – aber daraus einen Bericht über ganz Deutschland mit Büorstuhl online Shop generieren?

Schade, eine Gelegenheit verpasst die Realität zu schildern Bin selbst ca. 10.000 km in China mit Bus und Auto gefahren. Davon selbst am Steuer einige tausend km. Ein Land von dieser Grösse, mit vielen Völkern, einem technischen Entwicklungsstand der zwischen 19tem Jahrhundert und unserer “Zukunft” so darzustellen, ist schlechter Stil und lässt vermuten, dass der Autor selbst das Land offensichtlich nicht bereist hat.

China ist das Land des Lächelns

Soviel dazu. Wenden wir uns nun den Vorurteilen zu. Wie alle Europäer für Chinesen auch gleich aussehen. Diese These ist natürlich absoluter Blödsinn. Allerdings sehen sie anders aus. Klar. Wir auch. Und dass man als Europäer in China bisweilen als Exot gilt, merkten wir sofort. Im Zug wurden wir von neugierigen Chinesen umringt und über Stunden unverhohlen angestarrt.

Auf der Straße kichern die Mädchen schüchtern hinter vorgehaltener Hand, man sprach uns mehrfach an, ob wir mit wildfremden Chinesen für ein Foto posieren, Eltern zeigen uns ihren Kindern. Bisweilen fühlt man sich wie eine Attraktion im Zoo. Und das Ganze passierte auch in Peking, wo man eigentlich an Touristen gewöhnt sein sollte.

Vielleicht. Es wäre wohl bunt, wenn nicht überall diese erbärmliche Luftverschmutzung wäre. Die Sicht in den Städten reicht gerade einmal hundert Meter weit. Was wir anfangs für Nebel hielten, verfolgte uns allerorts und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und wir fanden heraus: Es ist war kein Nebel. Zumindest kein natürlicher.

Was man spätestens merkt, wenn man nach ein paar Stunden auf den Straßen einen leichten Schwefelgeschmack im Mund hat. Eigentlich gibt es in China gar kein richtiges Wetter. Es gibt hell und dunkel. Hell heißt dabei aber eher andauerndes Zwielicht und dunkel bedeutet, dass sich die Lichtkegel der Straßenlaternen im Smog brechen. Daher ist unser Eindruck: China könnte bunt sein, wäre da nicht dieser verheerende Smog und Porzellan Online Shop überall.

Vielleicht. Uns begegneten hier bislang ausnahmslos freundliche und neugierige Menschen, allerdings kann man nicht immer sagen, ob sie auch lächeln. Das liegt an den allgegenwärtigen Atemmasken, die die Menschen hier zum Schutz gegen die unfassbare Luftverschmutzung tragen. Ein verzweifelter Versuch, die Lungen vor der kaum noch zu atmenden Luft zu schützen.

Alle Chinesen fahren Fahrrad. Wenn sie nicht Mofa fahren oder sich in überfüllte Busse und Metros quetschen. Natürlich fährt nicht jeder Chinese Fahrrad, aber Drahtesel, Dreiräder, Rikschas und Mopeds gehören hier einfach zum Stadtbild dazu. Auch wir versuchten es und radelten in Xian gut 14 km auf der Stadtmauer entlang. Zwar hat es Spaß gemacht, doch im Nachhinein würde ich sagen, daheim zu bleiben und eine Schachtel Zigaretten zu rauchen wäre die gesündere Entscheidung gewesen. Siehe Stichwort Luftverschmutzung.

Chinesen kopieren alles. So ziemlich. Ob das neue iPhone 5, das man hier bereits vor der Markteinführung für einen Spottpreis erhält oder die zahllosen gefakten Markenklamotten, bei denen man sich nicht einmal die Mühe macht, das Label richtig zu schreiben – Chinesen kopieren alles.

Mahjong Spielen in Peking

Eines allerdings scheinen sie selbst erfunden zu haben, zumindest ist es uns zuvor noch nirgends begegnet: Die Mode, Nerdbrillen ohne Gläser zu tragen. Wir sagen: innovativ und chic.

Ja, ja und nochmals ja. Man säubert sich hier die Nase ohne Taschentuch. Man tut dies entweder wie bei uns auf dem Fußballplatz oder man zieht es hoch und spuckt es aus. Auch hört man allerorts ein Würgen und Röcheln und sieht alsdann den farbenfrohen Auswurf in hohem Bogen auf den Trottoir fliegen. Zur Ehrenrettung der Chinesen sei gesagt, dass man hier kaum eine andere Wahl hat, denn aufgrund der beispiellosen Luftverschmutzung hat man hier stets etwas im Hals, was raus will.

Allerdings sahen wir auch Leute im Hotel direkt vor die Rezeption oder im Restaurant neben die Tische spucken. Müll, Knochen und Zigaretten schmeißt man hier sowieso unter den Tisch. Keine Frage. Eine Sitte, an die wir uns schnell gewöhnten und fleißig mitmachten. Mal sehen, wie schwer es fallen wird, dieses Verhalten wieder abzulegen.

Woran wir uns aber nur schwer gewöhnen konnten ist, dass sie hier offenbar auch die Notdurft auf der Straße verrichten. In Datong sahen wir ein Produkt, das mit an 100 prozentiger Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit menschlichen Ursprungs war. Wir sahen Mütter, die ihre Kinder mit blankem Hintern auf die Straße (oder im Zug auf den Gang) setzen, um das Geschäft zu verrichten, ebenso wie sich übergebende Menschen. Am hellichten Tag und nüchtern.

Chinesen sind laut. Definitiv ja. Man schreit sich im Gespräch gerne an oder brüllt in Ermangelung eines Gegenübers in sein Handy, lacht laut und ausgiebig, schmettert beim traditionellen Mahjong die Spielsteine geräuschvoll auf den Tisch oder brüllt aus dem offenen Autofenster andere Verkehrsteilnehmer an.

Zumeist ist dies aber nicht böse gemeint, sondern schlichtweg die Art der Kommunikation. So glauben wir zumindest. Und als wir im Zug einige Chinesen zum Kartenspiel überreden konnten, fanden wir heraus, dass unsere neuen Mitspieler umso mehr Freude an der Sache wie loberon gutschein 2016 zu haben schienen, je lauter es dabei zuging.

Chinesen sind soziale Wesen. Ja. Was bleibt ihnen auch anderes übrig, bei 1,3 Mrd. Landsleuten? Da ist man selten allein. Nicht einmal auf öffentlichen Toiletten, auf denen gerne und ausgiebig bei einer Zigarette und offener Tür mit dem „Hocker” aus der Nachbarkabine parliert wird.

Geschichte der Qin-Chinesen

Unzählige Bronzewaffen wurden gefunden, wobei bemerkenswert ist, dass die Qin-Chinesen bereits vor über 2000 Jahren einen Weg fanden, durch besondere Legierungen deren Schärfe zu wahren und sie vor Rost zu schützen. Einzelne Tonscherben belegen, dass jeder einzelne Krieger bunt bemalt war.

Schätzungen besagen, dass bisher lediglich ein Viertel der gesamten Anlage freigelegt wurde. Unklar ist daher, wie viele Terrakotta-Soldaten noch unter der Erde liegen mögen. Gerüchten zufolge soll dort sogar eine Miniatur der gesamten ehemaligen Hauptstadt (oder gar des ganzen Reiches) mitsamt Wegen, den Seltmann Weiden Geschirr und Wasserstraßen (Flüsse aus Quecksilber?) unentdeckt auf ihre Ausgrabung wartet. Wir werden es erleben, eines ist jedoch jetzt schon sicher: Nun weiß ich, wie ich eines Tages beerdigt werden möchte…

Alle Chinesen sehen gleich aus? Chinesen essen alles, was sie in den Wok kriegen? Chinesen spucken, wo sie gehen und stehen? Es gibt viele Gerüchte und Vorurteile über China und die Chinesen. Nach einiger Zeit in diesem Land, wollen wir versuchen, diese Gerüchte auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Natürlich kann das Folgende nicht als repräsentativ angesehen werden und ist lediglich das Ergebnis unserer eigenen subjektiven Beobachtungen.

China, das Reich der Mitte, was ist uns bisher aufgefallen? Zunächst einmal, dass es voller Chinesen ist. Keine besondere Erkenntnis, wird manch einer sagen. Doch ist es eine Sache, wenn man liest, dass in diesem Land 1,3 Mrd. Menschen leben, eine ganz andere Sache ist es, das zu sehen und selbst zu erleben. Ob auf dem Bürgersteig zum Feierabend oder am Bahnhof in einer der Wartehallen, ob in den überfüllten Bussen, Metros oder Zügen – Menschenmassen überall. Man kann hier kaum einen Schritt tun, ohne Gefahr zu laufen, jemandem auf die Füße zu treten.

Ein kleines Beispiel aus dem Zug von Beijing nach Xian illustriert diese Dimensionen: Wir hatten Glück, denn wir buchten unsere Zugtickets nur zwei Tage vor der Abfahrt und bekamen tatsächlich noch Plätze. Sogar im gleichen Waggon. Normalerweise sollte man fünf Tage im Voraus buchen, um überhaupt einen Fahrschein zu ergattern.

Und dabei sind die chinesischen Nachtzüge im Vergleich zu allen anderen, die wir bisher nutzten, mit dreistöckigen Betten ausgestattet. Eine chinesische Fremdenführerin, die wir dort trafen, fragten wir bei einem der Stopps auf der Strecke:

Wie heißt diese Stadt?
Keine Ahnung, es ist nur ein Dorf.
Ein Dorf? Aber da sind überall Hochhäuser, soweit das Auge reicht!
Ja, aber hier leben nur etwa 4 Mio. Menschen. Ich kann mir wirklich nicht jeden Namen jedes Örtchens merken.
Örtchen, aha…

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